Ausbildung zum CRA-Counselor:

Die Ausbildung zum CRA-Counselor besteht zunächst aus 3 Workshops von jeweils 2 Tagen, in denen das therapeutische Grundwissen vermittelt und therapeutisches Handeln am Klienten in Rollenspielen eingeübt wird. Jeder Workshoptag besteht i.d.R. aus 4 Einheiten à 90 Minuten. Zwischen den Workshops sollen jeweils etwa 3 Monate liegen.

Alle TeilnehmerInnen der Ausbildung müssen bereit und in der Lage sein, an Rollenspielen teilzunehmen und Gespräche per Audiodokumentation aufzunehmen.

Nach dem ersten und vor dem dritten Workshop sind die TeilnehmerInnen gehalten, insgesamt mindestens 6 Gespräche digital aufzunehmen, in denen die wichtigsten Behandlungsinstrumente des CRA zur Anwendung kommen sollen.

Zu diesen Instrumenten gehören die Zufriedenheitsskala, die Zieleerarbeitung, Verhaltensanalysen für Konsum und für abstinenzorientiertes Verhalten, die partnerschaftliche Zufriedenheitsskala, das Disulfiram-Coaching sowie die Anwendung von Skillstrainings (Ablehnungstraining, Problemlösetraining etc.).

Die digital aufzunehmenden Tapes sollen nicht länger als 45 min. pro Gespräch sein und die folgenden Themen abdecken:

  • CRA Überblick
  • Verhaltensanalyse für Konsumverhalten
  • Verhaltensanalyse für abstinenzorientiertes Verhalten
  • Abstinenzkonto („sobriety sampling“)
  • Behandlung mit Disulfiram, Naltrexon etc.
  • Zufriedenheitsskala
  • Behandlungsziele/Behandlungsplan
  • Fähigkeitentraining („Skills Training“)
  • Paartherapie
  • Rückfallprävention

Die digital abgespeicherten Gespräche werden an den zuständigen Supervisor/-in übersandt und dort innerhalb von einer Woche bearbeitet. Innerhalb dieser Zeit möglichst vor dem Folgegespräch, wird die Beurteilung per Checkliste über E-Mail zurückgemeldet.

Gleichzeitig werden wöchentlich Telefonrückmeldungen abgesprochen, die Gelegenheit geben sollen, die offenen Fragen zu besprechen. In den Workshops wechseln sich Vorträge und Übungseinheiten ab. Die TeilnehmerInnen sind angehalten, eigene Erfahrungen und Fallbeispiele einzubringen.

Sollte es einzelnen TeilnehmerInnen nicht gelingen, bis zum letzten Workshop alle Tapes zu erarbeiten, besteht im letzten Workshop Gelegenheit, offene Themen im Rollenspiel zu präsentieren.

Am Ende des letzten Workshop werden für die erfolgreichen Kandidaten die Zertifikate vergeben.