Workshop II | K. Fricke-Drink, A. Berkemeyer (Bielefeld)


»Sind Sorgerechtsvorgaben eine taugliche Motivation für suchtkranke Eltern?«

Sowohl die Fachkräfte der Sucht als auch die Fachkräfte der Jugendhilfe geraten immer wieder in Kontakt mit suchtbelasteten Familien in Situationen, in denen sie sich die Frage stellen, ob die zum Wohl des Kindes erforderliche Erziehung, Zuwendung und Versorgung von den Erziehungsberechtigten noch geleistet werden kann.

Um die Situation des Kindes in der Familie zu verbessern und den Verbleib zu sichern, können Schutzpläne und "Sorgerechtsvereinbarungen" eine gute Unterstützung sein. Darüber hinaus erscheint es wichtig, Möglichkeiten der Stärkung elterlicher Kompetenzen Vorschub zu leisten.

Im Workshop sollen zunächst die Handlungslogiken und Handlungsmöglichkeiten der Jugendhilfe bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung erläutert werden.

Die Teilnehmer des Workshops werden u. a. eingeladen, anhand von Fallbeispielen den Gefährdungsgrad hinsichtlich des Kindeswohls einzuschätzen und Möglichkeiten und Grenzen von "Sorgerechtsvorgaben" auszuloten und zu diskutieren, die geeignet sind, den Verbleib des Kindes in der Familie zu sichern.

Kornelia Fricke-Drink
Dipl. Sozialarbeiterin
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Bethel

Königsweg 5
33617 Bielefeld

E-Mail: Kornelia.Fricke@evkb.de

Anke Berkemeyer
Jugendamt der Stadt Bielefeld

Tel.: 0521-51-3695
E-Mail: Anke.Berkemeyer@bielefeld.de