Vortrag: 09.45 Uhr | Bernhard Wittmann (Duisburg)


»Therapeutisches Arbeiten unter Zwang: § 35 BtMG, § 64 StGB, Bewährungsauflagen und Weisungen als Grundlagen motivierender Suchtarbeit«

Zwang definiert den Kontext, innerhalb dessen therapeutisches Arbeiten erfolgt und stellt damit eine zentrale Rahmenbedingung her. Im psychodynamischen Verständnis ist der Rahmen neben Patientin/Patient und Therapeutin/Therapeut die/der Dritte im Bunde. Ihn gilt es, einerseits stets mit zu reflektieren, andererseits zu respektieren.

Im Falle von »Zwang« als Rahmenbedingung ist es für das Gelingen der therapeutischen Arbeit auf Seiten der/des Therapeutin/Therapeuten essenziell, diese nicht nur anzuerkennen sondern auch aktiv zu schützen. Auf Seiten der Patientinnen und Patienten lösen diese spezifischen Rahmenbedingungen – abhängig von Persönlichkeitsstruktur und lebensgeschichtlichen Vorerfahrungen – unterschiedliche dynamische Prozesse aus (im psychoanalytischen Verständnis: Übertragungen), die überwiegend Belastungen/Gefährdungen des therapeutischen Prozesses zur Folge haben.

Der Vortrag beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Analyse dieser Übertragungen und möglichen therapeutischen Antworten darauf bzw. Einstellungen dazu, die dem Ziel dienen, eine Behandlungsorientierung der Patientinnen und Patienten aufrecht zu erhalten bzw. zu vertiefen.

Dr. Bernhard Wittmann
Geschäftsführer NTZ Duisburg

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