Arbeitsfeld Tiergestützte Therapie

Tiere haben im Bereich der von Bodelschwingschen Anstalten eine lange Tradition. In Bethel, Eckardsheim und Freistadt gehörten landwirtschaftliche Nutztiere viele Jahrzehnte zum Alltag einzelner Einrichtungen.

Seit den frühen 90er Jahren stößt die Mensch–Tier-Beziehung in der Wissenschaft und vor allen Dingen in der Praxis psychosozialer Einrichtungen auf ein wachsendes Interesse. Wissenschaftliche Belege und die Überprüfung der Wirksamkeit tiergestützter Interventionen werden langfristig weiter an Bedeutung gewinnen müssen, weshalb gerade Kliniken und Fachkliniken, die den Einsatz von Tieren anstreben, bereit sein sollten, sich hier offen zu zeigen.

Tiergestützte Interventionen sind ein wirksames und vielversprechendes Instrument, sowohl im pädagogischen, als auch im therapeutischen Kontext. Deshalb werden wir verschiedene Einsatzbereiche tiergestützter Interventionen sowie verschiedene geeignete Tierarten vorstellen und dabei den besonderen Schwerpunkt auf die Möglichkeiten und Grenzen im Kontext der Suchtbehandlung legen.

Anhand des Beispiels des Fachkrankenhauses Vielbach und den dort laufenden Versuchen werden wir die vielfältigen Möglichkeiten und Grenzen gerade im Bereich der stationären Suchtkrankenhilfe näher beleuchten und diskutieren. Den Einsatz landwirtschaftlicher Nutztiere einschl. der hierzulande exotisch wirkenden Neuweltkameliden werden wir ebenso vorstellen.

Kleine praktische Übungen wie sie in der Tiergestüten Intervention zur Anwendung kommen werden die Einheit abrunden.