CRA-Kongress 2015 - Vortrag Hans-Jürgen Rumpf

»Was können wir von Suchtkranken lernen,
die ohne fremde Hilfe abstinent geworden sind?«

Die Mehrheit der Suchtkranken nimmt keine professionelle Hilfe in Anspruch. Das weist zunächst auf eine Behandlungslücke hin. Andererseits ist eine große Gruppe von Suchtkranken in der Lage ohne professionelle Hilfe die Sucht zu überwinden. Insgesamt ist die Gruppe der „Selbstheiler“ sogar größer als die der „durch Therapie Geheilten“. Das ist zunächst verblüffend und wirft die Frage auf, wie so etwas gelingen kann.

Der Beitrag geht der Frage nach, wie Personen aus eigener Kraft eine Sucht überwinden und abstinent werden bzw. moderat konsumieren. Welche Ressourcen haben sie, welche Fähigkeiten? Weiterhin wird beleuchtet, welche Bedeutung dabei soziale Unterstützung, sozialer Druck oder die Schwere der Abhängigkeit haben.

Aus den bislang vorhandenen Befunden zur Remission ohne formelle Hilfe und aus den Gründen, warum Menschen keine Therapie in Anspruch nehmen, wird abgeleitet, welche Veränderungen im Suchthilfesystem notwendig sind und welche Rolle die Helfer haben sollten.

PD Dr. phil. Hans-Jürgen Rumpf
Universität zu Lübeck
Forschungsgruppe S:TEP

Ratzeburger Allee 160
23538 Lübeck

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E-Mail: PD Dr. phil. Hans-Jürgen Rumpf