Nachbetrachtung zum 1. CRA-Kongress 2011 in Bielefeld

Liebe KongressteilnehmerInnen,

bei der Planung unseres Kongresses war es uns wichtig, aus der gemeindeorientierten Perspektive Vernetzung, Ressourcenorientierung und Interdisziplinarität in den Mittelpunkt zu stellen.

Lange waren wir unsicher, ob wir damit die Bedarfe der KollegInnen vor Ort wirklich treffen werden. Die Resonanz der rund 370 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Tagung hat uns darin bestätigt, dass die Richtung stimmt.

Am ersten Tag haben wir das Belohnungsprinzip aus neurobiologischen, therapeutisch-methodischen, ethischen und Versorgungsperspektiven beleuchtet und mit Frau Beck, Herrn Lindenmeyer und Herrn Heinz z.T. auch kontrovers die Bedeutung von Belohnungen in der Suchtkrankenbehandlung diskutiert.Dabei wurde die Bedeutung von Verhaltensautomatismen Suchtkranker neben der Belohnungsabhängigkeit von Verhaltensmustern hervorgehoben. In den Workshops ging es um die Übersetzung des Belohnungsprinzips in verschiedene Praxisfelder.

Am zweiten Tag haben wir mit Herrn Körkel, Frau Kunz, Herrn Roozen und Herrn Schönthal überlegt, wie man unsere Klienten unterstützen kann, nicht gleich der ersten Versuchung nachzugeben, sondern abzuwarten, bis sich die wirklich wertvollen Ziele in Bereichen wie Arbeit, Familie und Gesundheit erreicht werden können. Herr Kunze hat uns zum Abschluss mögliche Finanzierungsoptionen bei der Implementation aufgezeigt.

Wir haben von fast allen Kongressteilnehmern zur Gesamtveranstaltung und zu den meisten Beiträgen sehr positive Rückmeldungen erhalten. Es gab einzelne Beiträge, die auch etwas kritischer bewertet wurden. In der Summe fühlen wir uns ermutigt, dem »1. Kongress für gemeindeorientierte Suchttherapie« einen zweiten folgen zu lassen.

Allen, die durch ihr Kommen und ihre Beiträge unseren Kongress bereichert haben und die zu der herzlichen Atmosphäre am Veranstaltungsort beigetragen haben, möchten wir noch einmal herzlich danken.

Auf unserer Internetseite finden Sie den Großteil der Beiträge entweder als Powerpointdatei im pdf-Format oder als Manuskript. Die Hauptvorträge sind auch als Video verfügbar. Allen ReferentInnen danken wir dafür.

Der Vorabendvortrag von Herrn Pongs ist wegen technischer Probleme nicht verfügbar. Wir verweisen hier auf das Buch von Armin Pongs unter dem gleichen Titel. Die auf der Tagung aufgenommen Fotos können Sie auf der Webseite aufrufen und dadurch die Tagung noch einmal nachklingen lassen.

Aktuell schon verfügbare Arbeitsmaterialien insbesondere zu den Feldern Haftvermeidung und Arbeit stehen zum Download zur Verfügung. Wer schließlich unseren Verein näher kennen lernen, beitreten oder finanziell unterstützen möchte, findet Informationen in der Rubrik des Vereins. Wer an einer Ausbildung zum Counseler im Community Reinforcement Approach interessiert ist, findet die bestehenden Konditionen unter der Rubrik »Fortbildung«.

So hoffen wir, mit Ihnen im Kontakt zu bleiben. Es würde uns freuen, Sie auch auf dem 2. Kongress für gemeindeorientierte Suchttherapie wieder begrüßen zu dürfen. Wann und wo das stattfinden wird, werden wir Ihnen rechtzeitig mitteilen.

Unterschrift Dr. Reker

Dr. Martin Reker                            Prof. Dr. Martin Driessen