Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Partnerschaft und Familie von Menschen mit Suchterkrankungen sind vermehrt in den Mittelpunkt des professionellen Interesses gerückt. Für Kolleginnen und Kollegen, die mit dem »Community Reinforcement Approach« arbeiten, stand die Einbeziehung von Partnern und anderen bedeutsamen Personen aus dem unmittelbaren sozialen Umfeld schon immer im Fokus der Behandlung.

In der deutschen Suchtbehandlung stand über Jahrzehnte allein das Konzept der Co-Abhängigkeit im Vordergrund. Die Betroffenen sahen ihre Partnerschaften durch die dadurch inspirierten Interventionen ihrer Therapeuten oft mehr gefährdet als durch den Suchtmittelkonsum selbst.

Im CRA-Modell wurde die Angehörigenarbeit weiterentwickelt zu einer stärker ressourcenaktivierenden und stützenden Vorgehensweise. CRA und in noch spezifischerer Weise CRA-FT (CRA-Familientherapie) befähigen Angehörige und ihre suchtkranken Familienmitglieder, wieder ein selbstbestimmtes aufeinander bezogenes Leben zu führen. Passend zum Thema wird der CRA-Kongress im Jahre 2014 in einem etwas »familiäreren Rahmen« im Tagungshotel Bacchus in Bensheim stattfinden.

Initiiert von der Caritas Darmstadt haben die Kolleginnen und Kollegen aus den Suchthilfenetzwerken in der Region Bergstraße in den letzten Jahren in sehr vorbildlicher Weise die Impulse aus dem CRA-Modell umgesetzt, um sich zum Nutzen der Klienten weiter zu vernetzen und die Arbeit an den Klientenbedarfen entlang zu qualifizieren.

Wir freuen uns, dass wir den 4. Kongress für gemeindeorientierte Suchttherapie in dieser stimulierenden Umgebung abhalten dürfen und hoffen, dass die ausgewähltenThemen und Referenten erneut auf lebhaftes Interesse stoßen.

Dr. Martin Reker                                          Karl-Heinz Schön
VGP-Vorsitzender und Ltd. Arzt                     Verwaltungsleitung Klinik
Abt. Abhängigkeitserkrankungen                  ›Schloß Falkenhof‹
Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie Bethel