CRA-Kongress 2015 - Vortrag Martin Reker

»Krankheit und Sucht: Wie beeinflussen körperliche (Folge-) Krankheiten den Substanzkonsum suchtkranker Klienten?«

Rauchen, Alkoholkonsum und der Konsum illegaler Drogen geht mit einem bekanntermaßen erhöhten Risiko substanzbezogener Folgeerkrankungen einher: COPD, Gefäßerkrankungen, Karzinome der Atemwege, alkoholische Leberzirrhose, Pankreatitis und Infektionskrankheiten mit chronischem Verlauf stellen die wesentliche somatische Krankheitslast bei suchtkranken Personen dar.

Gesundheitsbezogene Sorgen, erste körperliche Einschränkungen und schwerwiegende somatische Erkrankungen sind andererseits auch häufig Anlass für eine Verhaltensänderung, können aber auch im Sinne des „teachable moment“ sensible Ansatzpunkte für eine motivationale Beeinflussung suchtkranker Personen durch das Hilfesystem sein.

Am Beispiel der „mobilen Raucherambulanz“ (gefördert durch die Deutsche Krebshilfe), der „Präventionsambulanz“ und der Lebertransplantationssprechstunde der Sektion Sucht am Universitätsklinikum Tübingen werden Zugangswege, aber auch katamnestische Daten zum Verlauf des Substanzkonsums nach gesundheitlichen Belastungsfaktoren bei suchtkranken Personen und dem Effekt einer gezielten, motivationsfördernden Intervention dargestellt.

Dr. med. Martin Reker
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel,
Abt. für Abhängigkeitserkrankungen

Remterweg 69/71
33617 Bielefeld

Telefon: 05 21 - 77 27 86 51
E-Mail: Dr. med. Martin Reker