Workshop: CRA in der Schreibwerkstatt

Referent: Karsten Althöfer und Klaus Wehmeier

Es gibt viele Menschen mit Suchtmittelproblemen, die ihre Lebenserfahrungen niedergeschrieben haben. Manchmal werden sie als »Rauschkünstler« beschrieben. Der Begriff reicht sicher zu kurz. Hans Fallada, dem der Vorabend unseres Kongresses am 13. März ab 19 Uhr gehört, ist einer der am meisten beeindruckenden unter ihnen.

Am Ende der Fallada-Lesung von Karsten Althöfer wollen wir gegen 20.15 Uhr dazu einladen, im Foyer vor dem Alten Speisesaal in Gilead IV noch etwas zu verweilen. Anwesende Autoren haben dann Gelegenheit, ihre Werke auszustellen und sich Interessenten zum Gespräch zu stellen.

Am Folgetag, also am 14. März von 14 bis 17 Uhr wollen wir uns in einem Workshop mit der Frage auseinanderstetzen, welche Bedeutung das Schreiben für Menschen hat, deren Leben wesentlich durch Rauschmittel bestimmt ist. Wir haben dafür  Autoren eingeladen, die ihre Erfahrungen im Buch niedergeschrieben haben und die uns berichten werden, warum das wichtig für sie war.

Im Anschluss daran werden Karsten Althöfer und Herr Wehmeier von ihren Bemühungen berichten, in Ihrer Selbsthilfegruppe in Bielefeld eine Schreibwerkstatt einzurichten. Im zweiten Teil haben die Workshopteilnehmer Gelegenheit, eigene Schreiberfahrungen miteinander auszutauschen. Der Workshop soll Betroffene ermutigen, die eigene bewegte Geschichte aufzuschreiben, KollegInnen aus der Suchthilfe sollen angeregt werden, geschilderte Erfahrungen aufzugreifen und eigene Klienten zum Schreiben zu  motivieren.