Video: Warum Antabus eine unentbehrliche Option ist.


»Warum Antabus für interdisziplinäre psychosoziale Therapiekonzepte mit Alkoholpatienten eine unentbehrliche Option ist«

Dr. med. Stephanie Kunz
Oberärztin der Abt. Abhängigkeitserkrankungen
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Bethel

Remterweg 69-71
33617 Bielefeld

Tel.: 05 21 - 77 27 85 48
E-Mail: stephanie.kunz@evkb.de

Aktuelle Informationen zu Disulfiram (Antabus ®)

12. Mai 2011
Aktuelle Informationen zu Disulfiram (Antabus ®)

Im März 2011 wurde im Bundesanzeiger die Löschung der Arzneimittel-Zulassung des Präparates Antabus ® durch die Firma Nycomed Deutschland GmbH in 78467 Konstanz zu Ende April 2011 bekanntgegeben.

Damit besitzt der Wirkstoff Disulfiram derzeit in Deutschland keinen Produzenten und auch keine Zulassung mehr, könnte aber grundsätzlich über Internationale Apotheken aus der Schweiz (»Antabus ® 400 Dispergetten«, teilbar), aus Frankreich (»Esperal® 500«, teilbar, schwer wasserlöslich) sowie aus Österreich bezogen werden. 

Ungeklärt ist aktuell die Frage der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen. Eine entsprechende Anfrage beim Verband der Ersatzkassen e.V. ergab einen abschlägigen Bescheid.

Die DAK (Arznei- und Heilmittelfachzentrum Bremen) erbat ein entsprechendes fachärztliches Attest für einen ihrer Versicherten, um damit ein exemplarisches MDK-Gutachten einzuholen. Dieser Prozess läuft zur Zeit.

Der AOK-Bundesverband hat eine entsprechende Prüfung der Problematik zugesagt; die diesbezügliche Antwort steht aber noch aus.

Versuche, einen Arzneimittelhersteller als Nachfolger für die Produktion von Disulfiram in Deutschland zu finden, scheiterten bislang an dem damit verbundenen erheblichen Zulassungs-Aufwand.