Vorträge zum Thema Abhängig und Arbeitslos

Implementierung von CRA in der Kommune
Präsentation zum Vortrag von Daniel Müller  im Mai 2012 in Schwerin.

Der Community Reinforcement Approach beschreibt weniger eine spezifische Methode als ein breites Spektrum (verhaltens-)therapeutischer Techniken (Verhaltensanalyse, Rückfallprävention, Training sozialer Kompetenzen etc.). Die Anwendung dieser Techniken hat entweder die positive Verstärkung dauerhafter Abstinenz oder das Ende der positiven Verstärkung fortgesetzten Konsums zum Ziel. Die Quellen positiver Verstärkung werden im Lebensumfeld des Patienten – in der »community« – gesucht. So sollen beispielsweise die Rückkehr ins Arbeitsleben, die Mitgliedschaft in einem (Sport-)verein oder das wiederentdeckte Interesse an einem Hobby den Verzicht auf Alkohol und Drogen attraktiver machen als den fortgesetzten Konsum. Assistenz und Unterstützung (»access counseling«), aber auch die enge Zusammenarbeit mit anderen Diensten und Einrichtungen sollen den Zugang zu positiven Verstärkern erleichtern.

In der Suchthilfe stellt Arbeitslosigkeit ein dominierendes Problem dar. Den Betroffenen fehlen häufig Tagesstruktur und Sinnstiftung. Sie möchten wissen warum sie morgens aufstehen. Lange galt der Hinweis: Werden Sie erst einmal wieder gesund.

Für uns gilt in der Regel »Arbeit vor Therapie«. Vor diesem Hintergrund wurde zwischen der Abteilung Abhängigkeitserkrankungen des evangelischen Krankenhauses Bielefeld/ Bethel und dem Jobcenter Bielefeld eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Am Beispiel dieser erfreulichen Kooperation und der Implementierung eines sozialtherapeutischen CRA-Programms werden Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit aufgezeigt.