Aktuelle Informationen zu Tetradin ® / Esperal ®

 

Stand: August 2017

Übersicht verschiedener Alkohol-Rückfallprophylaktika
Tabelle nach Tages-Behandlungskosten sortiert

Stand: November 2017

Cyanamid (Colme®-) Tropfen aktuell wieder lieferbar.

Vor kurzem erfuhren wir auf eine entsprechende Nachfrage hin, dass in Deutschland wieder Colme®-Ampullen über die internationalen Apotheken zu beziehen sind. Unsere Anfragen bei einer Reihe von Importeuren wurden alle diesbezüglich positiv beschieden. Exemplarisch seien hier 3 Antworten angeführt:

1) Wie folgt können wir anbieten:
- Colme 60ml Tro. - 60 mg/ml
-  Lieferzeit ca. 2-3 Wochen aus Spanien
- Verfall: 03.2018
- Porto: 5,00 €
-  AEK: 10,10€

Juers Pharma Import Export GmbH
Kiebitzhörn 5-9
22885 Barsbüttel

2) Colme 4x15ml von der Firma Faes Farma kostet im EK 44,78 € und wäre lieferbar. Colme versenden wir nur gegen Vorlage eines Rezeptes und können nur an Ihre Apotheke versenden.

Pharma Import-Export Großhandel Dr. Bernd Miller KG
Rotebühlstraße 55
70178 Stuttgart

3) Aktuell kann unser spanischer Lieferant 2 Packungen Colme 60 mg/ml anbieten.

-1 x 60 ml Colme 60mg/ml   Fa. Faes SA  Spanien
- ca. 12,- € / Netto-EK

Lieferzeit liegt bei ca. 10 Werktagen. Aktueller Verfall 03.2018 (das Produkt ist grundsätzlich nur mit einem kurzen Verfall zu bekommen!). 

RUNGE PHARMA Im- und Export, Grosshandel
Inh. Dr. Hauke Heinrich Runge
Luisenstraße 15
D-79539 Lörrach

 

Stand: August 2017

Esperal®-Tabletten (Disulfiram) offenbar wieder lieferbar!

Nach Auskunft unserer örtlichen Apotheke(n) sowie eines Import-Großhändlers sind Esperal®-Tabletten aus Frankreich nunmehr wieder über die Internationalen Apotheken zu beziehen (möglicherweise noch mit kleineren Verfügbarkeits-Einschränkungen). Die Lieferzeit beträgt hier in Bielefeld ca. 10 Werktage. Die „aktuellen Medikationskosten“ vom August 2017 finden sich in der obenstehenden Übersicht

 

 

Stand: März 2017

Esperal®-Tabletten (Disulfiram) aktuell nicht lieferbar!

Zur Zeit sind offenbar in Deutschland keine Esperal®-Tabletten aus Frankreich mehr über die internationalen Apotheken zu beziehen. Nach Auskunft von Pharma Import-Export Großhandel in Stuttgart liegt dieses in einer derzeitigen Kontingentierung von Esperal® in dessen Heimatland begründet, im Rahmen derer der Export des Präparates stark eingeschränkt wurde. Hinsichtlich alternativer Disulfiram-Präparate möchten wir auf die obige „Medikationskosten-Übersicht“ vom März 2017 verweisen.


Stand: November 2016

Cyanamid (Colme®- Tropfen) aktuell nicht lieferbar!

Seit etlichen Wochen sind offenbar in Deutschland keine Colme®-Ampullen mehr über die internationalen Apotheken zu beziehen. Entsprechende Anfragen bei einer Reihe von Importeuren konnten die Frage nach einer Wieder-Verfügbarkeit nicht beantworten. Exemplarisch seien hier die Antworten des St. Elisabeth-Hospitals Gütersloh, der Runge Pharma Lörrach sowie der Import International München angeführt:

28.10.2016:

Sehr geehrte ……,

bezüglich der Anfrage zu Colme Tropfen habe ich mich heute bei unseren Importeuren nach dem aktuellen Stand erkundigt- Firma Pharmore erklärt, dass Colme weltweit außer Handel genommen wurde, Firma Import International sagt, dass Colme aus Spanien noch importierbar ist. Unser letzter Bezug war im Juli über Import International, anscheinend auch ohne Probleme. Die Aussagen sind leider nicht sehr befriedigend, bei Bedarf würde ich immer Import International als Lieferanten für Colme empfehlen.

Ich hoffe, Ihnen damit etwas weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Zentralapotheke Sankt Elisabeth Hospital

 

18.10.2016:

Sehr geehrte …..,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Leider können wir Ihnen das gewünschte Produkt nicht anbieten, da es in Spanien seit längerer Zeit nicht verfügbar ist.

Eine Auskunft über einen voraussichtlichen Liefertermin konnten unsere Lieferanten leider nicht nennen.

Ich würde vorschlagen, fragen Sie bitte erneut in ca. 4-6 Wochen nach – vielleicht können wir bis dahin eine positive Antwort bekommen.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Viele Grüße nach Bielefeld

RUNGE PHARMA Im- und Export, Grosshandel

 

 

13.10.2016:

Sehr geehrte ……,

das Produkt ist nicht außer Handel, jedoch momentan nicht lieferbar. Ein Liefertermin ist uns nicht bekannt.

Mit freundlichen Grüßen,

Import International

D.K.

 

 

Stand: April 2016

Disulfiram und Nickelallergie – eine unheilvolle Kombination

Kasuistik: Frau H.,  51 Jahre alt, leidet seit über zehn Jahren an/unter einer Alkoholabhängigkeit. Nach einer ambulanten Rehabilitation im Jahre 2007 war sie über viereinhalb Jahre lang abstinent. Nach Rückfällen 2011, 2012 und 2014 erfolgten ambulante Entzugsbehandlungen sowie ambulante Paar- und Familiengespräche.  Nach vier stationären Entgiftungsbehandlungen im Jahr 2015 wird eine Behandlung mit 250 mg Disulfiram pro Tag begonnen. Sechs Wochen nach Beginn der Behandlung tritt bei der Patientin eine ungewöhnlich Müdigkeit auf, und ihr Urin verfärbt sich bräunlich. Bei einer Laborkontrolle finden sich stark erhöhte Leberenzymwerte (GOT 869 U/l, GPT 2046 U/l, GGT 218 U/l) sowie ein erhöhter Bilirubinwert (3,2 mg/dl). Nach Absetzen des Disulfirams normalisieren sich die Leberenzymwerte und das Bilirubin innerhalb von fünf Wochen. Bei gezieltem und hartnäckigen Nachfragen erinnert Frau H. sich dann an eine länger zurückliegende Unverträglichkeit auf bestimmten Modeschmuck, der sie aber bislang keinerlei Bedeutung zugemessen hatte: Frau H. leidet an einer Nickelallergie und hat damit ein erhöhtes Hepatitis-Risiko unter Disulfiram!

(Literatur: Colin Brewer & Finn Hardt: Preventing disulfiram hepatitis in alcohol abusers: inappropriate guidelines and the significance of nickel allergy. Addiction Biology (1999) 4, 303-308)

Wir haben für Sie einen entsprechend adaptierten »Patienten-Leitfaden Disulfiram« in 4 Sprachen erstellt. 

Stand: 29.12.2011
Aktuelle Informationen zu Disulfiram (Antabus ®)

Obgleich es von der Sache her im Hinblick auf die Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Disulfiram in der Bundesrepublik Deutschland unseres Wissens nach nichts substanziell Neues zu berichten gibt, erhalten wir immer mal wieder Kenntnis von diesbezüglichen Aktivitäten auf unterschiedlichen Ebenen, für die wir einerseits den handelnden Kollegen sehr dankbar sind und die wir Ihnen andererseits auch nicht vorenthalten möchten.

Alle Informatonen dazu finden Sie in diesem 24-Seiten PDF >>

 

 

15. Juli 2011
Aktuelle Informationen zu Disulfiram (Antabus ®)

Mittlerweile dürften auch bei uns in Ostwestfalen-Lippe die letzten Packungen Antabus ® über die Apotheken-Theken gegangen sein, womit faktisch nunmehr auch die zweijährige »Übergangsfrist« nach Rückgabe der Zulassung von Antabus ® endet.

Unsere Bemühungen, einen anderen (europäischen) Hersteller für die weitere Antabus ® - Herstellung begeistern zu können, sind bedauerlicherweise offenbar bislang noch nicht auf einen ausreichend fruchtbaren Boden gefallen; eine Antwort auf eine ganz konkrete Anfrage vom 13.05.2011 steht immer noch aus.

Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfuhren, steht auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in Berlin zum Thema „Erstattung von Disulfiram-Verordnungen“ aktuell in Gesprächen mit dem GKV-Spitzenverband; eine realistische Chance auf eine einvernehmliche kassenübergreifende Lösung in dieser Frage ist aber derzeit nicht erkennbar und von seiten der GKV wohl auch nicht zu erwarten.

Nach dem Verband der Ersatzkassen VDEK (siehe hierzu: „Antabus_akt-Sachstand_20110510.pdf“) hat sich nun auch der AOK Bundesverband eindeutig ablehnend positioniert.

Erfreulich ausgefallen ist dagegen eine Einzelfall-Entscheidung der DAK vom 11.07.2011 zu einem Antrag auf Übernahme der Kosten für den Antabus ® -Import, den wir am 11.05.2011 für einen unserer Disulfiram-Patienten gestellt hatten.

Alle aktuelle Informationen zum Thema finden Sie in diesem PDF:
Juli 2011 - Aktueller Stand Antabus ®

 

12. Mai 2011
Aktuelle Informationen zu Disulfiram (Antabus ®)

Im März 2011 wurde im Bundesanzeiger die Löschung der Arzneimittel-Zulassung des Präparates Antabus ® durch die Firma Nycomed Deutschland GmbH in 78467 Konstanz zu Ende April 2011 bekanntgegeben.

Damit besitzt der Wirkstoff Disulfiram derzeit in Deutschland keinen Produzenten und auch keine Zulassung mehr, könnte aber grundsätzlich über Internationale Apotheken aus der Schweiz (»Antabus ® 400 Dispergetten«, teilbar), aus Frankreich (»Esperal® 500«, teilbar, schwer wasserlöslich) sowie aus Österreich bezogen werden. 

Ungeklärt ist aktuell die Frage der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen. Eine entsprechende Anfrage beim Verband der Ersatzkassen e.V. ergab einen abschlägigen Bescheid.

Die DAK (Arznei- und Heilmittelfachzentrum Bremen) erbat ein entsprechendes fachärztliches Attest für einen ihrer Versicherten, um damit ein exemplarisches MDK-Gutachten einzuholen. Dieser Prozess läuft zur Zeit.

Der AOK-Bundesverband hat eine entsprechende Prüfung der Problematik zugesagt; die diesbezügliche Antwort steht aber noch aus.

Versuche, einen Arzneimittelhersteller als Nachfolger für die Produktion von Disulfiram in Deutschland zu finden, scheiterten bislang an dem damit verbundenen erheblichen Zulassungs-Aufwand.