Tiere in der Suchttherapie

Tiere können Menschen auf unterschiedlichste Art und Weise positiv beeinflussen. Insbesondere Personen mit gesundheitlichen Störungen und/oder Einschränkungen profitieren häufig von den besonderen Beziehungsaspekten zwischen Mensch und Tier, welche auch im therapeutischen Setting genutzt werden können.

Die unmittelbar gefühlte Verbundenheit zum Tier und dessen unverfälschte analoge Kommunikation kann speziell für suchtkranke Menschen eine emotionale und soziale Unterstützung bedeuten, da es ihnen aufgrund ihrer Erkrankung ggf. nicht (mehr) oder nur eingeschränkt möglich ist, emotionale Nähe zu anderen Menschen zu entwickeln.

Möglicherweise halten Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen unter anderem auch aus diesem Grund häufig selbst ein Tier, da dieses ihnen Verlässlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit bietet, was in ihrem menschlichen Umfeld oftmals fehlt.

Leider führt das manchmal dazu, dass substanzabhängige Tierbesitzer eine stationäre Suchtbehandlung ablehnen, da sie sich nicht von ihrem Tier trennen möchten. Glücklicherweise findet hier in vielen Einrichtungen ein Umdenken statt und es werden zunehmend Konzepte (siehe Praktische Beispiele) angeboten, die diesen Aspekt berücksichtigen

Therapiebegleitende Anwendungen tiergestützter Maßnahmen erfahren zumeist  eine hohe Akzeptanz und wirken in vielerlei Hinsicht unterstützend auf Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen. Ein paar gelungene Beispiele hierfür und viele weitere Hinweise zum Thema „Tiere in der Suchttherapie“ finden Sie auf den folgenden Seiten.